Fakten zum ICE-Werk

Wie alles begann

Söder begrüßt Bau von neuem ICE-Werk in Nürnberg
dpa/lby, 17.12.2019 – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ankündigung zum Bau eines neuen ICE-Werks der Deutschen Bahn in Nürnberg begrüßt. […]
 Söder sprach von einem „echten High-Tech-Kompetenzzentrum“, das in Nürnberg entstehen solle.

Die Pläne der Bahn

Zu den neun Standorten in der Region

ICE-Werk Nürnberg: Standortsuche geht in die nächste Phase.
Neun Gebiete in der Metropolregion Nürnberg werden im Detail untersucht: Deutsche Bahn schließt Vorauswahl möglicher Standorte ab • Bürgerdialoge starten im Mai • Raumordnungsverfahren ab November

Zum Standort Raitersaich

Projektvorstellung (.pdf-Datei zum Herunterladen, 1,57 MB) des neuen ICE-Werk Nürnberg / Standort Raitersaich im Landkreis Fürth.
Nach diesen Kriterien geht die DB bei der Standortwahl vor.

Kurz: die DB plant für das riesige Werk ausgehend von der Bahnlinie Nürnberg-Ansbach am Raitersaicher Ortsrand eine Überquerung der Kreisstraße AN25 und der Bundesstraße 14. Dazwischen werden die landwirtschaftlichen Nutzflächen vernichtet. Ab der B14 wird das Waldgebiet „Magdalenenholz“ großflächig zerstört.
Lageplan der DB (mit Ergänzungen eines Ortskundigen).

ICE-Werke in Deutschland, ein Werk in der Schweiz

Zusammenstellung über bereits existierende ICE-Instandhaltungswerke von Dr. Ralf Straußberger (BN Rohr und BN Waldreferent).
Fazit: alle 8 + 1 Standorte liegen allen mitten in Großstädten inmitten flächig bebauter Bereiche! Alle Standorte sind offenbar an schon lange bestehende Bahnhöfe bzw. Betriebsstätten der DB angedockt. Kein einziges Werk liegt in freier Landschaft!

Ein ICE-Werk – dort, wo es hingehört:
ICE-Wartung und Reparatur – in München-Laim rund um die Uhr

Problem Umwelt

Das Ausmaß der Zerstörung und die Einschränkung der Lebensqualität am Standort Raitersaich, Müncherlbach und Heilsbronn zeigt die Präsentation vom Bund Naturschutz (BN, Ortsgruppe Rohr)

Problem B14

Ein Presseartikel (nordbayern.de, Arno Stoffels) zum Thema Standortsuche der DB.
Auszug: „Als einzige direkte Straßenanbindung [zu den Standorten Raitersaich, Müncherlbach und Heilsbronn, die Red.] bleibt nur die B14, die als wichtige Pendlerstrecke aber bereits sehr stark ausgelastet ist. Die A 6 mit den Abfahrten Neuendettelsau oder Schwabach verläuft in deutlicher Entfernung südlich.“

Tunnel soll Verkehrsinfarkt in Stein verhindern (nordbayern.de 21.2.2014: „Die Entlastung für die Stadt Stein, durch deren Mitte derzeit bis zu 32000 Fahrzeuge rollen, wäre immens. Insbesondere der Schwerlastverkehr – Prognosen sprechen davon, dass er bis 2025 um 40 Prozent steigen wird – wäre größtenteils aus der Stadt herausgehalten. Auf genaue Zahlen dazu wollte sich Popp allerdings nicht festlegen lassen, denn noch liege kein Verkehrsgutachten vor. Wie Bürgermeister Kurt Krömer ausführte, leide die Stadt seit dem Ausbau des Nürnberger Hafens als Güterverteilzentrum immer mehr unter den mit Containern beladenen Lastern. Aktuell werden 1700 Lkw pro Tag gezählt.“ 7 Jahre später…?

Zuletzt geändert am 05.07.2021 durch Manfred Wißmüller