Nein zum ICE-Werk in Raitersaich. Nicht schon wieder Raitersaich!

Allein in unserer Region wurden 3 von insgesamt 9 Standorten für das ICE-Werk Nürnberg ausgewählt: Raitersaich, Müncherlbach, Heilsbronn. Die Wahrscheinlichkeit für ein riesiges Industriewerk mitten in unseren ländlichen Raum ist damit hoch.

AKTUELL: Wegen ICE-Werk: Fränkischer Landwirt fürchtet um Existenz

Am Standort Raitersaich grenzen 3 Ortschaften unmittelbar an das geplante ICE-Werk: Raitersaich, Buchschwabach und Rohr.

Nicht schon wieder Raitersaich!
Unser kleiner Ort zählt aktuell 416 Einwohner (Stand 01.01.2021). Das Ortsbild ist maßgeblich geprägt vom Umspannwerk, welches auf einer Fläche von 600x100m (60.000 m²) direkt am nördlichen Ortsrand liegt. Hier werden bereits heute mehrere Stromtrassen mit Hochspannungsleitungen verschaltet. In den kommenden Jahren wird das Werk nochmals vergrößert und der Abzweig der Juraleitung auf 380kV verstärkt. Am südlichen Ortsende liegt das kleinere Umspannwerk Müncherlbach (110kV). Der Ort wird von einer Kreisstraße durchzogen und liegt an der Bahnlinie Nürnberg-Ansbach.

Uns reicht's!
Der Ort Buchschwabach zählt aktuell 1100 Einwohner (Stand 01.01.2021). Mitten durch den Ort führt die Bundesstraße 14, was zu einer erheblichen Verkehrsbelastung führt. Am Ortsrand liegt ein großes Gewerbegebiet. In nächster Nähe steht eine große Windkraftanlage. Wegen der Tallage hat Buchschwabach bei Starkregen innerorts immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen. Und jetzt noch ein ICE-Werk?

Rohr

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Alle 3 Ortschaften sind bereits hoch belastet. Jetzt auch noch ein gigantisches ICE-Werk?

Nein! Uns reicht’s!

Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz ist mit drei Windkraftanlagen, einem großen Solarfeld, einer Rapsölmühle und einer Baustoff-Recycling-Anlage schon hoch genug.

Projektvorstellung der DB / Standort Raitersaich beim Markt Roßtal (.pdf-Datei zum Herunterladen; 1,57 MB)

15 Gründe für 3x NEIN!
(zu Raitersaich, Müncherlbach, Heilsbronn)
[Link zur gesamten Liste]

Platzbedarf ca. 65 Fußballfelder (ca. 3.200 x 500 m): von Raitersaich bis fast nach Rohr

Ca. 480 m lange Halle mit 6 Gleisen (ca. 5,5 km Gleislänge)

Gelände kreuzt B14 und Ortsverbindungstraßen (Tunnel- oder Brückenlösungen)

Verlegung von Straßen (Verschwendung von Steuergeldern und zusätzlicher Flächenfraß)

Minimaler Abstand zu den Ortschaften Raitersaich, Buchschwabach, Müncherlbach und Rohr

Hochwassergefahr durch Flächenversiegelung

Dürregefahr durch Eingriff in den Wasserhaushalt

50 ICE Fahrten täglich: Beeinträchtigung der S-Bahn-Taktung auf der Strecke Nürnberg-Ansbach

Zusätzliche Verkehrsbelastung (Lieferverkehr per LKW sowie ca. 450-500 Arbeitskräfte im Schichtbetrieb)

Lichtverschmutzung durch taghelle Beleuchtung nachts, Erschütterungen, Lärmemissionen 24 h / 7 Tage die Woche u.a. durch Hupen-Test im Freigelände mit 100 – 120db: erhebliche Beeinträchtigung der Wild- und Nutztiere und der Anwohner

Zerstörung von Naherholungsgebieten und Wäldern (u.a. Landschaftsschutzgebiet)

Verlust von Nutzflächen, damit Existenzbedrohung örtlicher Landwirtschaftsbetriebe, die auch durch Umsiedlungen nicht aufzufangen sind

Gefährdung von Gebieten für alternative Energiegewinnung: kein weiterer Ausbau im dortigen Windvorranggebiet möglich, Rückbau der Solarfelder

Geringere Wertschöpfung für die Region, als erwartet / angekündigt, da ein wesentlicher Teil der Gewerbesteuer an den Ort des Firmensitzes geht (Berlin)

Wertverlust der Immobilien

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Ist das so schlimm? JA!

  • der Lageplan der DB zum Standort Raitersaich zeigt schon: ländlicher Raum wird zum Industriegebiet.
  • diese Präsentation vom Bund Naturschutz (BN, Ortsgruppe Rohr) zeigt das Ausmaß der Zerstörung und die Einschränkung der Lebensqualität am Standort Raitersaich und Heilsbronn
  • Ein Fernsehbericht zur Lärmsituation (Hupentest, Makrophone) im ICE-Werk Köln-Nippes. Das Werk dient mit 11 Zugabfertigungen als Referenzbetrieb. Am Standort Raitersaich sollen aber 25 Züge pro Tag abgefertigt werden! Mehr als die doppelte Belastung!

Deshalb: Kein ICE-Werk Nürnberg in Raitersaich, Buchschwabach und Rohr!

Das können SIE / das kannst DU tun

Kein ICE-Werk Raitersaich, Buchschwabach, Rohr
Online-Petition change.org: Kein ICE- Werk Raitersaich, Buchschwabach, Rohr

Alle, die ein ICE-Werk in Raitersaich oder Müncherlbach oder Heilsbronn stoppen wollen, gehen zur Petition!

Online Petition bei Change.org: Kein ICE-Werk Heilsbronn. Kein ICE-Werk in Raitersaich!
Online-Petition change.org: ICE Werk Heilsbronn stoppen.

Stimmen aus Politik und Gesellschaft

"Der Leidensdruck in den zwei Roßtaler Ortsteilen ist hoch genug. Es reicht. Wer schweigt wird seine Zustimmung geben. Also müssen wir schreien."
Pfarrer Jörn Künne

"Der Markt Roßtal sieht den Neubau dieses Werkes auf den geplanten Flächen zwischen Raitersaich und Buchschwabach als ungeeignet an. Folgende Gründe sind insbesondere dafür ausschlaggebend..."

"Bürgermeister Gegner sieht im oben genannten Gebiet keine geeigneten Flächen für ein solches Werk, da es hier bereits ein Gewerbegebiet, eine Recycling-Anlage sowie ein Vorranggebiet für Wind- und Solarenergie gibt. Mit Blick auf den Natur- und Artenschutz sieht er hier zudem ein riesiges Waldgebiet sowie Flächen für unsere Landwirtschaft in Gefahr."
Bürgermeister Rainer Gegner, Markt Roßtal

"Insgesamt sehen wir von der ÖDP das Projekt mit mehr Nachteilen als Vorteilen für den Standort Raitersaich verbunden. Auch hier kann man sagen: das richtige Projekt am falschen Standort."
ÖDP Kreisverband Fürth

MdB Carsten Träger: "Bei aller Sympathie für Bahnprojekte, hier passt so eine große Anlage einfach nicht her." Er verspricht, sich auf die Suche nach einer parteiüber-greifenden Allianz regionaler Abgeordneter zu machen.
SPD Kreisverband Fürth Land

Bundesminister a.D. Christian Schmidt: „Allerdings müssen solche Großprojekte gut eingepasst werden. Deswegen hat mich die Benennung von Roßtal-Raitersaich als einen möglichen Standort überrascht. Ich sehe Raitersaich (wie auch die ebenfalls benannten möglichen Standorte Müncherlbach und Heilsbronn in Nachbarschaft von Roßtal) für ungeeignet“
CSU Kreisverband Fürth Land

"Jedoch sind Raitersaich und auch alle umliegenden in der Planung erwähnten Orte aus vielerlei Gründen völlig ungeeignet, um solche großen Anlagen zu errichten. Daher ist der Protest der Bürgerinnen und Bürger, sowie die ablehnende Haltung des Marktes und des Bürgermeisters natürlich wichtig und unterstützenswert."
Die Grünen Roßtal

"Der Marktgemeinderat positioniert sich einstimmig gegen das Vorhaben.
Seitens des Marktes Roßtal wird die vorgesehene Lage des Neubaus eines ICE-Werkes zwischen Raitersaich und Buchschwabach als ungeeignet angesehen."
Freien Wähler Roßtal

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Zuletzt geändert am 17.06.2021 durch Manfred Wißmüller