Unser Fragenkatalog

Unsere gesammelten Fragen an die DB. Deren Antwort wird, sofern vorhanden, gleich an die Frage angehängt.

Allgemeine Antworten der DB sind unter „Häufig gestellte Fragen“ zu finden.

Für Fragen, die hier noch nicht gestellt wurden und Sie ergänzen wollen, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion ganz unten!

Fragen zum Verfahren und zur Standortwahl

  1. Wann werden die Fachdienststellen informiert, dass sie gutachterlich für das Raumordnungsverfahren tätig werden sollen?
  2. Laut Bahnblogstelle.net hat die Bahn Standorte in Süddeutschland gesucht und mit Hilfe der Staatsregierung in Nürnberg gefunden, wie MP Söder verkündet. War das letztlich eine rein politische Entscheidung?
  3. Warum werden nicht geeignete Flächen im gesamten süddeutschen Raum gesucht?
  4. Wie wurden 70 Standorte vorausgewählt? Warum wurde 61 davon nicht berücksichtigt?
  5. Die DB will ICE-Werk in Metropolregion Nürnberg bauen. Dies reicht aber von den Kronach bis Weißenburg, von Kitzingen bis Weiden. Warum wird nur im näheren Umfeld Nürnberg gesucht?
  6. Weshalb sucht die Bahn nicht vermehrt in weniger dicht besiedelten Bereichen der Metropolregion, um Konflikte mit der Bevölkerung zu minimieren?
  7. Welche Gewichtung hatten bei der Standortsvorauswahl Kriterien wie bahneigene Flächen?
  8. Warum werden nicht wie bei allen bisherigen ICE-Werken Betriebsstätten der DB, brachliegende Bahnflächen und Industriebrachen gewählt? Ggf. auch mit Zukauf?
  9. Warum wird vom ICE-Werk Nürnberg gesprochen, wenn es ganz woanders gebaut wird?
  10. Warum wird das ICE Werk nicht an bestehende ICE-Strecke angedockt?

Fragen zum Flächenverbrauch

  1. Die Bundesregierung will den Flächenverbrauch von aktuell 52 Hektar pro Tag bis 2030 auf 30 Hektar pro Tag reduzieren, bis 2050 strebt sie als Ziel „Netto-Null“. Warum setzt die Bahn, bei der der Bund 100% Eigentümer ist, diese Ziele nicht um und setzt stattdessen Verfahren auf, die zu Maximierung des Flächenverbrauchs führen?
  2. Die DB schreibt in ihren Unterlagen von einem Minimierungsgebot im Hinblick auf den Eingriff in die Natur. Weshalb wird ein Standortswahlverfahren verfolgt, das zu riesigen Eingriffen und maximalem Landschaftsverbrauch führt?
  3. Wieso minimieren sie den Flächenverbrauch nicht, indem Sie die Anlagen in bestehende Immobilien integrieren? Ggf. auch durch Zukauf?

Fragen zum Wasserverbrauch

  1. Was ist mit der Wasserver- und Abwasserentsorgung? Müssen neue Brunnen gebohrt werden? Ist dann die Wasserversorgung überhaupt noch gesichert, wenn noch mehr Wasser aus dem Grundwasser gezogen werde? Buchschwabach hat bereits jetzt ein Versorgungsproblem. (Quelle: Millionenprojekt: Roßtal muss Wasserversorgung modernisieren, nordbayern.de)

    Antwort DB, Carsten Burmeister, Projektleiter: „Bei Wasser, Abwasser und Strom gehe man davon aus, dass das Werk an die Versorgung vor Ort angeschlossen werde, entgegnete Burmeister. Für die Reinigung der Züge werde Wasser aufbereitet, Frischwasser werde vor allem für duschende Mitarbeiter und das Auffüllen der Wassertanks in den Zügen benötigt.(Quelle: ICE-Werk: Harrlach hat viele Fragen an die Bahn, nordbayern.de)

Fragen zu Lärm- und Lichtemissionen

  1. Wie wird sichergestellt, dass die Anwohner und Tierwelt nicht durch die bis über 100 db lauten Huptöne gestört werden?

    Antwort DB, Carsten Burmeister, Projektleiter: „So könne auch im neuen Werk, in dem Tag und Nacht gearbeitet wird, nicht auf Huptests verzichtet werden. Lärmschutzwände sind in Planung. An allen Standorten in der Region, die in Frage kommen, werden dafür Lärmschutzgutachten erstellt.“ (Quelle: ICE-Werk bei Nürnberg: Viel Gegenwind bei erstem Bürgerdialog, BR.de)
    Zusatzfrage: wie gestaltet sich der Lärmschutz in Fahrtrichtung? Beim Huptest z.B. während der Ausfahrt zurück auf das Hauptgleis, richten sich die Huptöne zum Pferdehof Meyer, wo sich viele Tiere auf der Weide befinden. Spielt hier Tierschutz eine Rolle?
    Antwort DB, Carsten Burmeister, Projektleiter zu Huptests: hier
  2. Wie wird sichergestellt, dass die Anwohner und Tierwelt nicht durch die Lichtemissionen des 24/7-Betriebes gestört werden?
  3. Wie wollen Sie genau sicherstellen, dass am Standort Raitersaich nicht die ganz massiven Lärmprobleme vom Vorzeigewerk Köln-Nippes auftreten?
Frage: Könnte das eine Lösung sein? Weitere Informationen unter „Schlaf­stö­rungen – wenn die Nacht zum Albtraum wird“ der Techniker Krankenkasse

Fragen zu „das ICE-Werk als Nachbar“

  1. Ist der Flächenumgriff (laut Plan ca. 300 Hektar) frei zugänglich, z.B. für eine landwirtschaftliche Nutzung?
  2. Sind Flächen eingezäunt?
  3. Ist es gewährleistet, dass die erforderlichen Ausgleichsflächen bei uns im Landkreis sind?

Fragen zum Flächenerwerb

  1. Die allermeisten Flächen sind im Privateigentum, wahrscheinlich jeweils mehrere Dutzend. Was passiert, wenn Eigentümer nicht verkaufen?
  2. Das „Magdalenenholz“ wird zu großen Teilen durch die Baumaßnahme zerstört. Dieses Waldstück befindet sich seit 600 bis 800 Jahren im Besitz der Kirchenstiftung der Pfarrei Roßtal. Laut Pfarrer Künne wird dieser Besitz nicht verkauft. Greift auch hier eine Enteignung durch den Staat?

Fragen zum Straßenumbau (B14, Kreisstraße)

  1. Auf welche Länge muss die B14 untertunnelt werden?
  2. Wie gestaltet sich die Zufahrt zum Logistikzentrum der Fa. Dataform?
  3. Was sind die voraussichtlichen Kosten und Dauer der Baumaßnahme?
  4. Wie erfolgt die Umleitung während der Baumaßnahme? Über Raitersaich-Clarsbach-Roßtal? Untertunnelung parallel zur Bestandsstrecke?
  5. Ist in dem Zusammenhang mit dem ICE-Werk die Ortsumgehung Buchschwabach mit geplant?
  6. Ist bei der geplanten Tankstelle im Gewerbegebiet Buchschwabach nach Realisierung des ICE-Wekes noch ein direkter Zugang von der B14 vorhanden?
  7. Wird die Kreisstraße zwischen Roßtal und Müncherlbach untertunnelt? beschrankt? aufgelöst?

Fragen zur S-Bahn-Strecke Nürnberg-Ansbach (S4)

  1. Wird sich wegen der rd. 50 zusätzlichen Fahrten von den gewarteten ICEs der Fahrplan der Strecke Nürnberg-Ansbach zu Lasten der täglichen Pendler verändern?

Fragen zum Betrieb des ICE-Werks

  1. Täglich müssen mind. 450 Mitarbeiter zum ICE-Werk hin und her bewegt werden. Erfolgt dies ausschließlich über ÖPNV und ihren Shuttledienst vom Bahnhof Raitersaich? Falls trotzdem Mitarbeiter-Parkplätze eingerichtet werden, wieviele?
    Wie stehen Sie dann zu Ihrer Behauptung: „Das neue Werk wird zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben“.
  2. Wie werden die zahlreichen Betriebsstoffe und -mittel angeliefert? Wieviel mehr an LKW-Verkehr durch Buchschwabach und Raitersaich erwarten Sie?
  3. Reichen das Zu- und Abfahrtsgleis des Werks aus, oder müssen weitere Abstellgleise für wartende ICEs eingerichtet werden?

Quelle: Bund Naturschutz, OG Rohr; viele Betroffene aus Raitersaich, Buchschwabach und Rohr

Zuletzt geändert am 29.06.2021 durch Manfred Wißmüller

7 Kommentare

  1. Fragen zum Straßenumbau (B14, Kreisstraße)
    Ist bei der geplanten Tankstelle im Gewerbegebiet Buchschwabach nach Realisierung des ICE-Wekes noch ein direkter Zugang von der B14 vorhanden?

  2. Fragen zum ÖPNV

    Fragen zu ÖPNV
    Wird sich wegen der rd. 50 zusätzlichen Fahrten von den gewarteten ICEs der Fahrplan der Strecke Nürnberg-Ansbach zu Lasten der täglichen Pendler verändern?

  3. Fragen zu Lärm- und Lichtemissionen
    Wie wollen Sie sicherstellen, dass am Standort Raitersaich nicht die ganz massiven Lärmprobleme vom Vorzeigewerk Köln-Nippes auftreten?

  4. Fragen zum Verfahren und zur Standortwahl
    Wann werden die Fachdienststellen informiert, dass sie gutachterlich für das Raumordnungsverfahren tätig werden sollen?

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